Interessante Flächen – Ergebnis der Flächentour vom 14.April

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April 15, 2013 von Andreas

Am Sonntag, 14.April, waren Flo, Elisabeth, Su, Elias und ich auf Flächenbesichtigung unterwegs. Die Logistik erlaubte uns grade mal zwei Flächen anzusteuern, allerdings sind uns bislang auch nicht mehr interessante Objekte untergekommen.

Fläche Nummer eins ist romatisch gesehen ein Tophit, Quadratmeterpreis allerdings zu hoch und vor allem öffentlich nicht optimal erreichbar, auch eher weiter weg von Graz. Dennoch, weil’s so schön ist dort, hier ein Foto zum Schwelgen:

P1070086

Weniger romantisch, dafür praktisch ist dieses Objekt hier, mit einem halben Hektar landwirtschaftlich nutzbarer Fläche und noch etwas Wald dazu, im Bild zu sehen ist der Aufwuchs an vor allem Schwarzerlen auf der momentan brachen Fläche, davor eine Wiese, die nicht mehr zum Grundstück gehört:

P1070127Diese Fläche ist potenziell interessant, sie befindet sich erstens preislich im Bereich des Vertretbaren, zweitens ist sie binnen einer halben Stunde von Graz aus erreichbar, drittens liegt sie in landwirtschaftlich relativ günstiger Situation (neben einem Bach, eben, guter Boden). Man könnte eine Hütte ohne festes Fundament zur Unterbringung von Gerätschaften und der fallweisen Nächtigung errichten, maximal 40 Quadratmeter Dachfläche wären erlaubt.

Die aufkommenden Gehölze müssen wahrscheinlich mit einer Bodenfräse entfernt werden. Unsere früheren Erfahrungen in Aschbuch zeigen, dass dies Kosten von etwa 3.000 EUR involviert. Alternativ wäre bei entsprechender Zahl an Menschen, die konkret mitarbeiten wollen, auch eine händische Entfernung nicht unmöglich. Jedoch bliebe dann immer noch das Problem der Wiederherstellung eines Saatbetts, das die Fräsung dagegen lösen würde. Ob die auf anderen Standorten für Flächen von etwa 200 Quadratmeter erprobte Methode der Abtötung des jetzigen Bewuchses mit Seegras und diversen Unkrautarten (z.B. Drüsiges Springkraut) mittels Strohballen und gleichzeitiger Erdapfelpflanzung auf dieser sehr gut nährstoff- und wasserversorgten und entsprechend wüchsigen Fläche überhaupt Aussicht auf Erfolg hätte, scheint momentan fraglich. All dies wäre zu klären. Die Strohballenmethode erfordert ja auch Investition zum Kauf des Materials und vor allem ca. einen Personentag für 300 Quadratmeter.

Der Standort zeichnet sich durch sehr gute Wasserversorgung aus, allerdings ist ein kleiner Teil der Fläche auch feucht bis nass, sodass dort keine (übliche) Nutzung im Sinn von Gemüseanbau möglich ist.

Ein weiteres mögliches Angebot wird für uns ab Juni relevant, es handelt sich um eine 3.000 Quadratmeter Ackerfläche, die momentan in Pacht genutzt wird, südlich von Graz, in öffentlich gut erreichbarer Lage. Dies wäre noch zu prüfen.

Wir werden nun einige Erkundigungen einholen und weiter auf Flächensuche gehen. Wenn man Peak Oil vor Augen hat, ist eine öffentliche Anbindung sicherlich wichtig. Damit fallen viele Flächen schon von vornherein aus, vor allem auch die eher günstigen. Entlang der öffentlichen Verkehrswege befinden sich ja zumeist die teureren Flächen. Zudem ist deutlich, dass viele Grundeigentümer auf der neuen spekulativen Welle reiten und die Bodenpreise sind im Vergleich zu einigen Jahren deutlich erhöht und wirken häufig überteuert.

Wir suchen nach wie vor Leute, die einen Beitrag von 1.000 EUR aufwärts beitragen können und wollen. Wie auf diesem Blog detaillierte beschrieben bekommen alle Mitglieder des Vereins, der die Fläche, die wir letztlich aussuchen werden, kaufen wird, ein lebenslanges Fruchtgenussrecht im Grundbuch eingetragen. 20% der Ernte sollen verschenkt werden und wir planen, den Verein in eine übergreifende Trägerstruktur einzubetten, die den Verkauf der Fläche dauerhaft verhindern soll. Die Ernte wird nicht verkauft, sondern dient der Eigenversorgung. Das Projekt versteht sich zudem als Experimentierraum und politische Inspiration für eine Solidarische Landwirtschaft.

Weiters wären noch etwa 2 Personen mit genug Tatkraft und Zeit zur konkreten Arbeit vor Ort sinnvoll, unabhängig davon, ob diese nun Geld beitragen oder nicht. Auch sie erhalten gleiche Mitsprache- und Fruchtgenussrechte wie alle anderen auch. Hier behalten wir uns aber eine Übergangsphase vor um zu sehen, ob auch wirklich längerfristiges Interesse an der konkreten Nutzung der Fläche besteht. Je nachdem ob sich noch Leute melden, und welche Fläche letztlich gekauft wird, ist dies noch genauer zu diskutieren. Das Projekt entwickelt sich je nachdem wie sich die Gruppe entwickelt.

Bei Interesse Mail an andreas.exner ÄT aon.at

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Ein Kommentar zu “Interessante Flächen – Ergebnis der Flächentour vom 14.April

  1. […] finden, auch die passenden Flächen sind ausgesprochen rar. Dennoch haben wir – nach unserer letzten Tour – weitere zwei potenzielle Flächen im Auge und eine dritte Idee. Der Flächenkandidat aus […]

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