Die Übersiedlung der Tomaten

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Mai 20, 2014 von Andreas

Sehnsüchtig warteten die vorgezogenen Freilandtomaten drauf ins Freie gesetzt zu werden. Jetzt ist unsere Küche richtig hell, nachdem wir den Tomatendschungel mit Schaufel und anderen Dingen gelichtet haben.

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Tomatenpflanzerln ins Auto – ein paar Werkzeuge und im Sonnenschein ab nach Wettmannstätten.

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Nach einem kurzen Rundgang und Begutachtung des Eingesäten und was sich so tut, waren wir überrascht, dass es so wenig Unkraut gab. Einiges vom Kürbissaatgut ist leider noch nicht aufgegangen. Dafür wurden Kürbisse auf der Restfläche der Erdapfelparzelle eingesät sowie auf der Gemüseparzelle. Dort wurde auch noch Grünkohl in Fortsetzung der Tomatenreihe gesät.

Mairübchen sind leider von Wühlmäusen entdeckt worden. Rote Rübe geht gut auf, detto die Gründüngung (oben im Foto ist Buchweizen im Detail zu sehen). Kraut ist sehr unregelmäßig aufgegangen, die vorhandenen Pflanzen aber sind sehr vital.

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Nun los an die Arbeit und Tomatenpflanzerln einsetzen – der kleine Helfer Elias war fleißig mit dabei…. und super ausgerüstet mit großem Hut und Schaufel kann nichts mehr schief gehen.

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Drei Pfosten reingeschlagen, mit Schnüren verbunden und schon ging es los – endlich dürfen die Tomatenpflanzerln Ackerboden spüren und Landluft schnuppern.

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Acht unterschiedliche Freilandtomatensorten werden nun unseren Acker schmücken. Vermutlich denkt ihr – und was tun Tomaten am Acker? Ich sehe dies als Feldforschungsprojekt – Seppi Obermoser hat uns mit 100 Stück Saatkörnern beschenkt. Ziel ist es alles mitzudokumentieren und herauszufinden wie feldtauglich die Feldtomaten wirklich sind 🙂

Beim Vorziehen ist jedoch nur ca. 1/3 aufgegangen, zB sind von der Sorte Clou nur 13 Pflanzen von 30 gekeimt.

Weitere Sorten sind Primavera, Fredi, Clarita, Moskovich, Martina, Nepal, Schönhagner Frühe und Gusti.

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Noch schnell einwässern und gießen, was nicht so einfach ist, wenn man keine Gießkannen mit hat.

Aber wir sind ja kreative Köpfe und so haben wir per Lavoir (die Michael zufällig noch im Auto hatte) Wasser vom Bach geholt – mit Nylonsackerln, 3 Plastikflaschen dann alles gegossen – nach dem Motto: „Alles ist möglich mit der Upcycling Methode und auch am Acker kann man shoppen!“

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Nicht nur die Pflanzerln waren durstig – auch wir, hungrig und müde dann sowieso. Für’s Protokoll: drei Erwachsene haben die Arbeiten in zwei Stunden erledigt.

Und zum Abschluss noch ein Stillleben!

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Sonnige Grüße vom Acker mit Windhauch von den Bodenfreikäuflern!

 

 

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2 Kommentare zu “Die Übersiedlung der Tomaten

  1. Stephan sagt:

    hi leute, das sieht ja schon ganz ordentlich aus!

    2 überlegungen/erfahrungen/tipps, weils mir grad auffällt:

    * wenig unkraut – fangt so bald wie möglich mit dem unkraut heindeln an; denn wenn bei einer größen fläche auf einmal der weiße gänsefuß oder die unkrauthirse zu sprießen beginnt, dann ist schnelles handeln gefragt; also ein regenguss und zwei tage sonnenschein können schon ausreichen – die kleinen gemüsepflanzen sind sehr empfindlich und das unkraut ist meist schneller dran, wenns mal gekeimt ist; Da das ganze aber – wenn ich das richtig verfolgt habe – lange vorher eine Wiese war, dann sind evtl. tatsächlich wenig Ackerunkrautsamen im Boden und ihr habt dieses Jahr wirklcih wenig Unkraut! Bin gespannt wie sich das weiter entwickelt!

    * Tomaten im Freien: Ich hab mal einen Freilandanbauversuch gemacht; Empfehle strohmulch unter den Pflanzen, damit das Spritzwasser die Tomaten nicht mit Erde einsaut bzw. die Phytophtora-Sporen (Braun- und Krautfäule) nicht so leicht verbreitet werden! Das ist die einzig große Gefahr bei Tomatenanbau im Freien (neben SChnecken). Und die Pfosten, sollten, auch wenn sie recht tief in der Erde sind, noch mit einem Pflock und Draht nach Außen gespannt werden, da das Gewicht, wenn die Tomatenstauden groß und voller Früchte sind, erheblich zunimmt, und sie dann, wenn ein starker REgen den Boden aufweicht, leicht umfallen können, oder zumindest schief werden, was dazu führt, dass die tomaten auf dem Boden liegen und das ist wieder eine willkommene Einladung für Braunfäule-Sporen sich zu verbreiten.

    so, das wärs – mehr infos zu Braunfäule könnt ihr wenn nicht schon habt eh überall nachlesen;

    • Andreas sagt:

      Voll super Tips, lieber Stephan!! Vielen herzlichen Dank dafür! … das Stroh war an sich auch für die Tomaten gedacht, nur kamen wir nicht mehr dazu, es auf die Erde zu betten. Die erstaunliche Unkrautfreiheit würd ich mir momentan auch mit der Wiesenvorgeschichte des Ackers erklären. Mal sehen wie sich das entwickelt – wir haben ein wachsames Auge darauf :).

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