Zwischenfazit: Schweißtreibende Nachbesserungen

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Juni 7, 2014 von Andreas

Heute waren wir zu drei Erwachsenen am Acker. Zu tun gab’s Einiges, und zum ersten Mal artete die Aktion in so etwas wie Arbeit aus. Vor allem wegen der Hitze.

Das Zwischenfazit des Momentanzustands ist mittelprächtig. Buchweizen ist der klare Renner, dichter Bestandesschluss, alles blüht, vitale Pflanzen – und das obwohl er eigentlich als eher heikel gilt, was die Keimbedingungen anlangt. Sonnenblume entwickelt sich sehr gut, hat aber noch einige Wochen vor sich bis zur Blüte. Auch Phazelia ist schön in die Gänge gekommen. Die uneinheitliche Saat per Handwurf tritt eigentlich nicht störend in Erscheinung, aber ein paar Lücken gibt’s natürlich – wie in jedem Acker.

Schon weniger betört die Situation auf der Erdapfelparzelle. Sie treibt ganz gut im Stroh, das insgesamt freilich hinter dem normalen Teil (Erdsaat) zurückbleibt. Leicht erschreckend aber wirkt der Totalausfall auf etwa einem Drittel der normalen Flächen (ohne Stroh). Wahrscheinlich haben die Wühlmäuse ihr Unwesen getrieben, jedenfalls sieht man Spuren einer subversiven Tätigkeit. Die Erdäfpfel, die verschont wurden, wachsen allerdings in der Mehrzahl ordentlich.

Etwas problematisch ist die Situation auf der Kürbisparzelle. Nur relativ wenig ist gekeimt, und davon wächst nur ein Teil einigermaßen prächtig. Warum dem so ist, diskutierten wir kontrovers. Entweder es sind die Schnecken, oder es lag – andere Theorie – am frühen Saatzeitpunkt. (Angeblich waren wir zwei Wochen zu früh dran.)

Für Letzteres würde sprechen, dass über weite Strecken auch früher schon im Jahr, als die Schnecken grad erst aufgewacht waren, in der Tat kein Kürbispflänzchen zu entdecken war. Gerade im relativ kleinen stärker verunkrauteten Teil am Rand zur Wiese aber stecken die schönsten Kürbispflanzen inmitten von Melde. Die haben wir daher als Erstes weggehackt, und sind dann übers Feld gegangen, rupfend, hackend und zupfend. Schließlich applizierten wir das Stroh, das wir nicht für die Erdäpfel und Tomaten verwendet haben, um die existenten Kürbispflanzen. Denn es wurde auch vermutet, dass sie unter Trockenheit gelitten haben könnten.

Das Jäten mit unseren frisch erworbenen zwei Pendelhacken übrigens geht ganz gut. Allerdings ist man mit händischem Auszupfen jedenfalls beim Gras auch nicht sehr viel langsamer.

Die Situation auf der Parzelle mit Feingemüse ist etwas weniger als mittelprächtig. Kraut fiel großteils aus, Rote Rübe schaut etwas weniger schlecht aus, Mairübchen ist zwar passabel gekeimt, zeigt dafür kaum eine Knolle. Die Tomaten, die wir letztens ausgepflanzt haben, dürften einen tüchtigen Sonnenbrand abbekommen haben, und sind von den etwas härteren Freilandbedingungen sichtlich nicht erfreut – der robusten Natur der ausgewählten Sorten zum Trotz. Mal sehen. Der auf dem Rest der Parzelle gesäte Kürbis keimt sehr gut – das erfreut das Herz. Hoffentlich geht’s damit so weiter.

In etwa drei Personenstunden befreiten wir nicht nur den größten Teil der Kürbisparzelle von Unkraut (das in den anderen Parzellen kaum noch zu sehen ist), sondern säten auch in die Fehlstellen der Erdapfelparzelle Kürbis. Dies geschah auch mit der Hälfte der Fehlstellen in der Feingemüseparzelle. Der Rest derselben ist alsbald noch mit Broccoli und Karfiol zu beglücken. Zudem häufelten wir zwei Drittel der Erdäpfel an, zuerst mit den dafür eigentlich ungeeigneten Pendelhacken und einer kleinen Haue, dann den vorgelockerten Boden per Hand. Nun ja – das werden wir das nächste Mal doch technologisch updaten. Ein Drittel haben wir nicht angehäufelt, einerseits weil wir keine Lust mehr hatten, andererseits weil unser ForscherInnengeist sich dafür interessiert, ob die netten Häufel überhaupt einen richtigen Unterschied machen im Ertrag.

Dem gegenwärtigen Bodenfeuchtezustand gemäß war der Acker ziemlich hart. Das tat sowohl den Händen als auch Auge und Herzen weh. Man fragt sich, ob sich nicht doch auch irgendeine Mulchmethode für einen Acker eignet. Allerdings das würde die Arbeitslast erheblich steigern. Und vermutlich auch die Schnecken allzusehr erfreuen.

Das nächste Mal steht dann neben der letzten Nachsaat auch die Mahd des Grünstreifens neben dem Acker an. Vielleicht probieren wir ja doch das Mulchen mit dem Mähgut.

Eine mögliche Schlussfolgerung aus dem wenig berauschenden Erfolg des Feingemüses wäre für nächstes Jahr vielleicht Bohne oder Mais. Auch hier gilt vorerst: Mal sehen.

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