Die Saisonbilanz: Aufwand zu Ertrag

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Oktober 27, 2014 von Andreas

zweiter EintragWie im letzten Beitrag angekündigt wollen wir heute mal unsere Schweißperlen im Vergleich zu Kürbis & Co. Revue passieren lassen. Auch wenn wir kein typisch produktivistisches Projekt sind, macht das Verhältnis doch einen Unterschied.

Alles zusammen haben wir rund 117,5 Personenstunden am Acker verbracht – mit 17 Besuchen insgesamt. Meist erfolgte die Arbeit der insgesamt acht Vereinsmitglieder zu dritt, öfters auch zu zweit, selten alleine oder zu vielt. Zwei FreundInnen haben uns substanziell geholfen. Die Arbeitsstunden waren sehr ungleich verteilt – was für uns aber vollkommen okay war und ist und auch von vornherein vereinbart.

Die Ernte der insgesamt 3.000 Quadratmeter reiner Ackerfläche unseres Vereinsgrundstücks setzte sich ungefähr wie folgt zusammen – die einzelnen Parzellen entsprechen ungefähr gleichen Teilen zu je 750 Quadratmeter:

(1) Gründüngung blieb auf 750 Quadratmeter stehen, Fazelie, Buchweizen und Sonnenblumen standen dicht und brachten gute Deckung (und auch guten Ertrag, den wir aber nicht nutzten)

(2) Erdapfel brachte rund 100 kg Ernte auf geschätzt 600 Quadratmeter. Es gab häufig Befall mit Drahtwürmern – was allerdings nach Umbruch von Wiesen nicht selten vorkommen soll. Die Drahtwürmer erfordern ein Ausschneiden der Bohrstelle, dann können die befallenen Erdäpfel normal genossen werden. Ein kleinerer Teil der Erdapfelparzelle war zu nass – hier müssen wir uns nächste Saison etwas einfallen lassen. Ein kleiner Teil wurde mit Stroh bedeckt, einerseits weil wir ausprobieren wollten Erdapfel darunter zu kultivieren, andererseits weil die Gemeinde ohne unsere Erlaubnis Äste dort abgelagert hatte und der Maschinenring daher nicht eggen konnte, wir also ohnehin nicht gut hätten Erdäpfel in die nicht geeggte Erde legen können. Der Ertrag unter Stroh war recht gering.

(3) Kürbis war auf rund 900 Quadratmeter (eigene Parzelle plus eines Teils der Feingemüseparzelle und der Erdapfelparzelle) angebaut und erbrachte in verschiedenen Sorten insgesamt etwa 86 Stück. Der Saatzeitpunkt war einmal vermutlich etwas zu früh, einmal etwas zu spät – der Ertrag ließe sich dahingehend also vermutlich steigern.

(4) Die Feingemüseparzelle brachte gute Erträge bei Mairübchen (4 kg), Roter Rübe (5 kg), Grünkohl (3 große Stauden) und Tomaten (6,5 kg, vor allem Sorte Clou). Der Ertrag war aufgrund sehr geringer Samenkeimung (Direktsaat) sehr gering bei Weiß- und Rotkraut – wiewohl die wenigen Köpfe durchaus schön bis ansehnlich waren. 5 Stück Weiß- und 15 Stück Rotkraut wurden geerntet. Es stehen noch etwa 10 Stück schön gewachsene Wirsingpflanzen am Feld. Buschbohnen brachten nur 2 kg, da der Rest von vermutlich Rehen abgeerntet wurde.

Etwa 20% der Ernte wurden verschenkt.

Ist der genannte Ertrag nun viel oder wenig? Der Arbeitsaufwand war für uns eigentlich gut vertretbar – aber, wie dem letzten Eintrag zu entnehmen ist, dennoch zu gering um das Unkraut hintan zu halten. Was den Ertrag anlangt, wird einer der nächsten Einträge einen Vergleich mit Durchschnittserträgen im Biolandbau bringen.

Übrigens werden wir im Herbst noch versuchen, den Sauerampfer etwas zurückzudrängen, diese Arbeitsleistungen waren in der Angabe oben noch nicht inkludiert.

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