Zweite Ackersession: Es erbst!

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März 22, 2015 von Andreas

Wir hatten euch fleißig das Geschehen verfolgende Unbekannte just den ersten Termin am Acker dieses Jahr verschwiegen. Das sei nun entheimlicht. Es gab ihn bereits. Ganz ungraziös machten wir uns über das geschätzte Beikraut her. Ampfer sein Name. Sonst lässt sich ja zum Glück nicht gar viel blicken von dem, was wir euch letztes Jahr vor Augen führen mussten. Die dschungelentsprungene Hühnerhirse, die sicherlich einen ersten Preis beim steirischen Hühnerhirsenhochwuchswettbewerb errungen hätte, liegt momentan noch flach darnieder. Wir hoffen auf eine Selbstunterdrückung ihrer reichlich hinterlassenen Saat. Der Ampfer aber, ein Überrest der Wiese, die wir gekauft haben, betrachtet den Acker inzwischen mangels Gegenwehr als seinen ureigensten Besitz und hier müssen wir die Karten leider klar auf den Tisch legen. Damit hatten wir bereits vor rund zwei Wochen angesetzt, und nun gings weiter. Solang uns niemand weis machen kann, dass man den Guten zu irgendetwas Kulinarischem gebrauchen kann – oder wenigstens für die Seil- und Seifenherstellung – wird sich an dieser unserer Position in der Ampferfrage auf absehbare Zeit nur wenig ändern lassen.

So also bietet sich das Bild zu Beginn eines durchaus einsatzreichen Tages.

vorherDer Kompostwall links im Bilde ist ein pures Ergebnis der Selbstorganisation der Ackergruppe. Er scheint sich als zweckmäßig zu erweisen, was an seinem Wachstum im Verlauf weniger Stunden fleißigen Jätens abzulesen ist. Derart angeschwollen eignet sich der Wall durchaus als Lesepult.

Am WallDie kleinen grünen Ungeheuer, die den Wall unwillentlich in die Höhe treiben, sind hier in aller Deutlichkeit auszumachen:

Unkrautstatus VerteiltMan muss sich diese nur ein Monat älter vorstellen, um zu erahnen, was uns dazu treibt, sich ihrer mit einiger Detailgenauigkeit und allerlei Gerät anzunehmen.

Gruppe

Diese Art der Beschäftigung führt zu einem so genannte Saatbett. Nicht dass wir aus dem ganzen Acker sowas machen wollten – oder, wollten schon, aber können tun wirs nicht. Doch für ein paar besonders feine Gemüse brauchts doch ein etwas besseres Bett. Das gilt nicht nur für die bekannte Prinzessin, sondern auch für das kleine runde Ding mehrere Lagen unter ihr. Das ist nämlich auch recht anspruchsvoll.

ErbsenbeetHier wandert die Erbse gerade in das ihrer Art gerechtere Bett. Und so siehts ein wenig später aus:

nach der SaatAlles in allem ein wundervoller Tag – bis auf die Traktorspuren, die jüngsten Nachforschungen zufolge der Abwasserverband in unserem Acker hinterlassen hat (der bis auf den Wiesenumbruch letztes Jahr bewusst keine schwere Maschine mehr hat sehen sollen; auch wenn wir das Privateigentum durchaus mit Kritik bedenken, bedeutet das in unserer Vorstellung nicht, über einen Acker zu fahren ohne um Erlaubnis zu fragen). Der Traktoreinsatz galt einem Drainagerohr, das laut Abwasserverband auch unsere Ackerfläche entwässert. Es wurde uns zugesagt, dass der Traktor in Hinkunft den Acker meiden, wir jedenfalls informiert und im Falle unabdingbaren Maschinenverkehrs auf dem Feld der Schaden an dessen Früchten ersetzt werden würde. Also hoffen wir das Beste. Jedenfalls hat der Traktoreinsatz uns sinnlich vor Augen geführt, was Bodenverdichtung heißt.

Dass auch sonst noch einiges zu tun bleibt, wird euch klar sein. Nur für alle Fälle hier das wahre Ausmaß der letzten beiden Sessions. Mittig der nun mit Erbsen, Puffbohnen, Zwiebel, Knoblauch, Melde und Koriander eingesäte Teil. Nebenan größere Teile, die wir im Winter und letzthin jäten konnten. Und im Anschluss ringsum weite Flächen, über die wir uns nächsterdings Gedanken machen werden. Oder einfach: Jäten.

vollbracht

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